Als Haus Morp wird ein Gebäudeensemble in Erkrath bezeichnet, das ein ehemaliges Nonnenstift, ein Rittergut und einen Bauernhof umfasst. Im Wesentlichen wird aber heute das dort befindliche Rittergut als Haus Morp tituliert.
Besitzgeschichte
Haus Morp geht auf das 12. Jahrhundert zurück: 1144 bestätigte König Konrad III. dem Stift Villach die Rechte und den Besitz über Haus Morp.
Es folgte eine wechselvolle Besitzgeschichte: Im Spätmittelalter (1282) erwarb die Äbtissin Gertrud von Gerresheim das Anwesen. 1410 wird Ritter Herrmann von Winkelhausen Besitzer von Haus Morp. In seiner Funktion als Schultheiß der Gerresheimer Äbtissin schließt er einen Erbpachtvertrag mit dem Düsseldorfer Marienstift. Bis Anfang des 18. Jahrhunderts bleibt das Rittergut im Besitz der von Winkelhausen. Seit 1616 wohnen hier Christoph von Winkelhausen und seine Frau, die Haus Morp nunmehr mit Mauern umsäumen. 1703 geht das Gut durch Heirat in den Besitz des Grafen von Hatzfeld zu Weisweiler über. Die Hatzfelder Grafen besaßen bereits das benachbarte Schloss Kalkum und avancierten mit Haus Morp zu den reichsten Grundbesitzern der Region.
Ende des 19. Jahrhunderts, 1880, kauft Wilhelm Grillo Haus Morp. Die Duisburger Industriellenfamilie wird damit Besitznachfolger der bis dahin fast ausschließlich adeligen Geschlechter. Bis 1993 wird hier Milchvieh- und Landwirtschaft betrieben (durch die Familie Waden als Pächter), 1993 erwirbt Dieter Kotulla das Anwesen von den Grilloschen Erben.
Heute sind hier Gewerbe mit unterschiedlicher Nutzung beheimatet: Büros, Ateliers, Showrooms und Gastronomie.


