9. März 1933 in Altena, † 23. Oktober 2020 in Ratingen
Leben und Beruf
Wilhelm Droste war gelernter Konditormeister und betrieb ab 1960 eine eigene Konditorei mit Café in Ratingen-Hösel.
Droste war verwitwet und hatte vier Kinder. Sein gleichnamiger ältester Sohn wurde ebenfalls CDU-Politiker und war von 1995 bis 2016 nordrhein-westfälischer Landtagsabgeordneter in demselben Wahlkreis wie der Vater bis 1985.
Wilhelm Droste war Träger des Bundesverdienstkreuzes I. Klasse und des Verdienstordens des Landes NRW. Darüber hinaus war er Ehrenbürger der französischen Stadt Le Quesnoy, eine der Partnerstädte Ratingens.
Politische Laufbahn und öffentliche Ämter
1956 trat Droste der CDU bei. Er amtierte von 1964 bis 1974 als Bürgermeister der Gemeinde Hösel und war von 1964 bis 1974 Mitglied der Amtsvertretung des Amtes Angerland, dessen Amtsbürgermeister er von 1972 bis 1974 war. Nach der Gebietsreform von 1975 war er Mitglied im Rat der Stadt Ratingen und dort langjähriger CDU-Fraktionsvorsitzender sowie stellvertretender Bürgermeister.
Vom 26. Juli 1970 bis zum 29. Mai 1985 gehörte Droste als direkt gewählter Abgeordneter dem nordrhein-westfälischen Landtag an.
Kommunale Neugliederung
Im Rahmen der kommunalen Neugliederung trat Wilhelm Droste in seiner Funktion als Landtagsabgeordneter nachdrücklich für den Erhalt des Angerlandes ein, da er auch politischer Vertreter des Amtes und der Gemeindeparlamente war.
Er bemühte sich hartnäckig, Landtag und Kommissionen von den Vorteilen einer zukünftigen Stadt Angerland zu überzeugen. Allerdings hatte das Land andere Pläne für die Region: Wittlaer sollte zu Düsseldorf, Angermund zu Duisburg, Breitscheid zu Mülheim und die Gemeinden Eggerscheidt, Hösel und Lintorf zu Ratingen eingemeindet werden.
Strafverfahren wegen Bestechlichkeit
2007 wurde Wilhelm Droste in einem Strafverfahren der Bestechlichkeit als Abgeordneter für schuldig befunden. Die Behörden hatten zuvor mehrere Jahre in dem Fall ermittelt. Der Vorwurf lautete, dass Droste Einfluss auf die Erteilung von Baugenehmigungen genommen habe. Allerdings entging Droste durch ein Fristversäumnis des Landgerichts Düsseldorf der bundesweit ersten Verurteilung eines Politikers wegen Abgeordnetenbestechung.


