Poensgenpark Ratingen

Als Beispiel für einen späten englischen Landschaftsgarten, gehört der Ratinger Poensgenpark zu den besonderen Kulturschätzen im Rheinland. Vor allem sein wertvoller Baumbestand – insgesamt 120 verschiedene Gehölzarten in mehr als 300 Einzelexemplaren aus nahezu allen Erdteilen – hat dem Park seit jeher ein besonderes Flair gegeben.

 

Parkgeschichte

Gründer und Namensgeber des innerstädtischen Parks war der Düsseldorfer Industrielle Carl Poensgen (1838 – 1921), der das Grundstück 1906 von Moritz Brügelmann erworben hatte. Unter dem Gartenarchitekten Reinhold Hoemann verwandelte sich das Wiesen- und Ackerland 1907 in einen Landschaftspark nach englischem Vorbild.

Nach dem Tod des Parkgründers im Jahre 1921 erlebte die grüne Oase eine wechselvolle Geschichte mit unterschiedlichen Eigentümern, bis der Park 1984 schließlich in städtischen Besitz überging. Auf der Grundlage des 1995 von den renommierten Gartenarchitekten Rose und Gustav Wörner erarbeiteten Parkpflegewerkes wurde der Park 1997 unter Denkmalschutz gestellt.

Die Anlage ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bei Fachpublikum bekannt und geschätzt. Allein der Baumbestand ist von hohem gehölzkundlichem und parkhistorischem Wert. Insgesamt waren im Park bis zum Orkan ELA im Jahre 2014 noch 120 verschiedene Gehölzarten in 309 Einzelexemplaren vorhanden, darunter 256 Laub- und 53 Nadelbäume mit Herkunft aus nahezu allen Erdteilen. Durch das verheerende Sturmereignis sind rund 30 Prozent des Baumbestandes vernichtet worden. Der Wiederaufbau nach historischem Vorbild beschäftigte die Stadt Ratingen über viele Jahre.

 

Poensgenpark in Ratingen, Foto von 2013
Poensgenpark in Ratingen

Zusammenfassung

Inhalt

Einordnung

Epoche(n):

  • 1870/71 - 1918
  • 1918 - 1933
  • 1933 - 1945
  • 1945 - 1974
  • ab 1975

Stadt (heutige Zuordnung):
Ratingen

Jahr:
1907

Zugeordnete Kategorien

Zugeordnete Schlagworte

Quellen / Literatur

  • Andrea Niewerth: Der Poensgenpark in Ratingen. 100 Jahre Parkgeschichte 1907-2007, Essen 2007.
  • Andrea Niewerth: Der Poensgenpark in Ratingen. 110 Jahre Parkgeschichte, hrsg. v. Verkehrsverein Ratingen e. V. und dem Verein für Heimatkunde und Heimatpflege Ratingen e. V., 2., überarb. u. erw. Neuauflage, Essen 2016.
  • Andrea Niewerth: Grün! Ratingen und seine Grünflächen, Essen 2018, S. 61.

Bitte geben Sie beim Zitieren dieses Artikels die exakte URL und das Datum Ihres Besuchs dieser Online-Adresse an:

				
					Andrea Niewerth, Poensgenpark Ratingen, in: Kreislexikon Mettmann, abgerufen unter: https://kreislexikon-mettmann.de/orte/poensgenpark-ratingen/ (abgerufen am 29.02.2024)
				
			
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